Vorstellung: Otto Wilde Grillers – Over Fired Broiler (OFB)

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Over Fired Broiler – OFB

Mit dem Gedanken habe ich schon länger gespielt, die Rede ist von der Anschaffung eines Grills mit einer ordentlichen Oberhitze. Ursprünglich kamen dabei für mich der Beefer oder der WeGrill in Frage, bis ich auf die Kickstarter Kampagne der Otto Wilde Grillers gestoßen bin.
Aber der Reihe nach, was ist überhaupt ein Oberhitze-Grill? Vielen wird dabei der Beefer (Infrarot-Gasgrill) ein Begriff sein, dieser Grill sorgt mit einem wahren Inferno für eine geile Kruste (Maillard Reaktion) auf eurem Steak. Die Hitze kommt dabei nur von oben und beträgt Temperaturen jenseits der 800 Grad. Das Steak wird dabei nur sehr kurz von beiden Seiten den extrem hohen Temperaturen ausgesetzt, das Resultat ist eine perfekte Kruste. Diese Technik wird zum Beispiel schon viele Jahre in amerikanischen Steakhäusern eingesetzt.
Steakhouse-Qualität für zu Hause, das war eines der Ziele der Otto Wilde Grillers bei der Entwicklung des Over-Fired Broiler (kurz O.F.B.). Im Vordergrund standen dabei immer Produktentwicklung und Design. Wer sich für die genaue Geschichte dahinter interessiert, dem kann ich ein Blick auf die Otto Wilde Grillers Website empfehlen.

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Kickstarter

Das Projekt selbst wurde über die Plattform Kickstarter ins Leben gerufen, bei dieser Plattform können Startups ihre Ideen vorstellen und Unterstützer für das jeweilige Projekt gewinnen. Je nach Projekt gibt es verschiedene Unterstützer Stufen, mit entsprechenden Beträgen. So gab es beim Otto Wilde Grillers Projekt zum Beispiel die Möglichkeit einen O.F.B. als „Belohnung“ zu erhalten, wenn der entsprechende Betrag als Unterstützung zu gesichert wurde. Ob ein Projekt letztendlich gestartet wird, hängt auch immer damit zusammen ob der jeweilige erforderliche Finanzierungsbetrag zustande gekommen ist.
Der Vorteil für den Unterstützer ist natürlich ein deutlich günstigerer Preis für das Produkt, allerdings kauft ihr in dem Moment noch kein Produkt was auf dem Markt ist. Es kann daher, wie im Falle des Over-Fired Broilers, eine ganze Weile dauern bis das Gerät tatsächlich ausgeliefert wird. Ursprünglich sollte der Versand schon im Juli erfolgen, letztendlich hat es aber bis November gedauert. Die Klärung für diese Verzögerung ist relativ einfach, das Produkt musste natürlich erstmal geprüft und abgenommen werden, zudem mussten die Prozesse innerhalb Produktion und Zulieferer erstmal festgelegt werden.
Viele Dinge die natürlich beim Start der Kampagne noch gar nicht feststanden und immer für Verzögerungen sorgen können. Wie gesagt, es wird kein fertiges Produkt gekauft, sondern ihr unterstützt und erhaltet eine Belohnung dafür.

Der Over-Fired Broiler

Wo genau unterscheidet sich denn nun der OFB von anderen Infrarot-Gasgrills? Ganz einfach gesagt, er kombiniert meiner Meinung nach die Vorzüge vom Beefer und vom WeGrill in einem Gerät. Ein paar Fakten im Überblick
  • 2 stufenlos und separat regelbare Infrarot Brenner
  • 2 Piezozünder
  • Stufenlos verstellbar Grillrost (in Höhe und Widerstand)
  • bis zu 970 Grad
  • leichte Reinigung
Während der Zertifizierung sind noch ein paar Produktverbesserungen in das Produkt eingeflossen, so wurden die Bedienknöpfe und die Standfüße verbessert und der O.F.B. hat ein ausziehbares Hitzeschild erhalten. In jedem Fall ein vielversprechendes Gerät, dass nun endlich ausgeliefert wurde.

Unboxing

Der O.F.B. wird in einem schicken Karton verschickt, auf dem der Slogan „Fleisch ain’t no Firlefanz!“ prangt. Alle Teile sind sehr gut verpackt und machen einen hochwertigen Eindruck. Das ca. 18kg schwere Gerät aus Edelstahl (Breite 42,5cm x Tiefe 44,0cm x Höhe 29,5cm) wird schon fertig montiert geliefert. Hier ist kein Blech mit scharfen Kanten zu finden, Made in Germany!
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Ihr müsst nur noch den Gusseisen Rost, die Fettfangschale und das Hitzeblech einsetzen. Dabei hat der gusseiserne Rost hat mit seinen Maßen von 25cm x 30cm auch Platz für größere Steaks. Auf dem ersten Blick muss ich sagen, das Warten hat sich definitiv gelohnt, aber seht selbst:
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Im Rahmen der Kickstarter Kampagne gab es sogenannte „Stretch Goals“. Für die Erreichung bestimmter Ziele, gab es vergünstigt diverse Zubehör Artikel zu kaufen, ich habe mich für die Abdeckhaube und das Pizza Set entschieden. Eine Otto Wilde Grillers Schürze gab es ebenfalls dazu.
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Inbetriebnahme & Testlauf

Die Inbetriebnahme ist denkbar einfach, der Gasschlauch wird an die Gasflasche und an den OFB angeschlossen , die Regler aufgedreht und die Piezozünder gezündet. Die einzelnen Ventile können übrigens via Drehknopf einzeln ein- und ausgeschaltet werden, ähnlich wie bei einem Gasgrill. Ganz praktisch wenn ihr nicht immer die großen Steaks grillen wollt. Wo wir beim Thema schwere Steaks sind, durch den „Lever Control“ könnt ihr den Widerstand des stufenlosen verstellbaren Grillrosts einstellen. Wenn ihr also schwere Steaks grillen wollt, könnt ihr den Widerstand einstellen, sehr coole Sache!
Bevor ich allerdings das erste Stück Fleisch auf das Rost gelegt habe, habe ich den O.F.B. für ca. 20 Minuten laufen, damit die letzten Produktionsrückstände verbrannt werden. Das Geräusch im Leerlauf hört sich einfach fasziniert an. Auch hier merkt man dem Gerät wieder die Qualität an, die Verarbeitung ist wirklich perfekt.

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Ein ziemlich cooles Gadget ist der Multifunktionshebel, mit dem das Rost stufenlos in der Höhe verstellt und entnommen werden kann. Ein integrierter Flaschenöffner rundet das Tool ab. Auch das ausziehbare Hitzeschild ist super praktisch, wenn ihr das Fleisch aus dem O.F.B. holt und euch nicht den ganzen Tisch mit Fett versauen wollt.

Because Fleisch ain’t no Firlefanz!

Jetzt hab ich auch genug Theorie beschrieben, das erste Steak sollte nun endlich gegrillt werden. Dazu habe ich ein schönes US Rumpsteak von beiden Seiten für ca. 45 Sekunden dem Flammen-Inferno unterzogen. Anschließend habe ich den rechten Brenner auf das Minimum eingestellt, den Rost auf die unterste Stufe gestellt und das Steak auf die linke Seite des Rosts gelegt, quasi in den indirekten Bereich. Nach gut 5 Minuten war das Steak bei ca. 52 Grad, Perfekt!

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Noch mal zum eigentlichen „grillen“ zurück, während dieser knapp 90 Sekunden habe ich mich gefreut wie ein Kind an Weihnachten und Ostern zusammen. Der O.F.B. hat dem Steak eine derartig geniale Kruste verpasst, das hab ich so in der Form bisher noch nicht gesehen! Der „Over Fired Broiler“ und ich werden noch viel Freude zusammen haben.
Ich kann es nur noch mal sagen, das Warten hat sich aber sowas von gelohnt.

Reinigung

Ein wichtiger Teil ist auch immer das reinigen neuer Sportgeräte, dies sollte am besten schnell und einfach möglich sein. Die Brennereinheit kann komplett abgenommen werden, so dass der Garraum ohne Probleme gereinigt werden kann. Dank der vielen Edelstahlteile, die zum Teil einzeln entnehmbar sind, können diese schnell und einfach in der Spülmaschine gereinigt werden. Das Gusseiserne Rost einfach vor der nächsten Benutzung kurz „freibrennen“.
Ich bin gespannt, wie einfach sich die Reinigung dann später in der Praxis darstellt.

Fazit

Der O.F.B. von den Otto Wilde Grillers ist sicherlich kein Grill für den Alltag und mit seinem Preis von 895 Euro auch kein Schnapper. Was ihr dafür bekommt ist jedoch ein Gerät der Extraklasse, das wahnsinnig viel Spaß macht! Verarbeitung und Optik haben mich bereits überzeugt.
Daher bekommt der O.F.B. meine Empfehlung und ich freue mich nun auf die nächsten Grillabende und auf mein neues Spielzeug. Mal schauen was noch so alles mit diesem Gerät möglich ist, ich werde euch auf jeden Fall berichten.
PS. Ob man so einen Grill braucht oder nicht braucht, steht auf einem anderen Blatt, dazu gibt es im Netz bereits genug Diskussionen. 😉

Bildergalerie

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