Monolith Junior im Langzeittest

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Keramisch Grillen

Der Ursprung dieser Art des Garens ist über 3000 Jahre alt und hat seinen Ursprung in Fernost. Dem ein oder anderen ist der Begriff „Kamado“ vielleicht bekannt, dies bedeutet „Feuerplatz“ oder „Ofen“ und kommt aus Japan. Die uns bekannte Form des „Keramik Ei“ ist dabei in den 1970er Jahren in den USA entstanden, unter dem Namen „Big Green Egg“.

Langzeittest Monolith Junior

Ein solches Keramik-Ei ist mit seinem Temperaturbereich von 80-450 Grad ein wahres Multitalent. So ist das klassische BBQ bis hin zu Brot backen mit diesem Grill möglich. Die sehr dicke Außenwand aus Keramik sorgt so zum Beispiel im Niedrigtemperaturbereich für eine konstante Temperatur, die sehr exakt gesteuert werden kann. Die Steuerung erfolgt dabei über eine Klappe am Boden des Monolith und über ein Ventil am „Schornstein“. Ein weiterer Vorteil ist der niedrige Verbrauch, dazu später aber mehr

Monolith Junior

Heutzutage gibt es verschiedene Hersteller solcher Grills und so habe ich mich damals als Einstieg für den Junior aus dem Hause Monolith entschieden. Der kleinste Keramikgrill des Unternehmens aus der Nähe von Osnabrück gibt es sowohl einzeln als auch im Set.
In meinem Fall habe ich mich für ein Komplettset entschieden, dies besteht aus:
  • Keramikgrill inkl. Edelstahlrost (43kg, ca. 57cm hoch und ca. 47cm breit)
  • Rollwagen (Höhe inkl. Grill, ca. 95cm)
  • Warmhalterost (2. Ebene)
  • Deflektorstein mit Distanzring
  • Räucherschiene mit Schieber
  • Pizzastein
Monolith Junior Thermometer
Der Grill selbst hat einen Durchmesser von ca. 33cm und lässt sich mit dem Warmhalterost noch um eine weitere Ebene erweitern. Kleine Anmerkung am Rande, Deflektorstein und Pizzastein sind identische Produkte, d.h. ihr bekommt in diesem Fall zwei Steine (Stand vor 2016).
Über die mitgelieferte Räucherschiene könnt ihr ganz einfach Räucherchips per Schieber in den Korpus (Chip Feeder System) geben. Das hat den Vorteil, dass ihr im laufenden Betrieb nicht den Deckel öffnen müsst.
Den mitgelieferten Rollwagen nutze ich nur, wenn ich den Grill mitnehme. Durch ein Gewicht von 43kg ist der Grill durchaus im normalen PKW transportierbar. In meiner kleinen Outdoorküche steht der Monolith auf einem U-Stein aus Beton.

Langzeittest

Den Junior habe ich nun schon eine ganze Weile in Benutzung gehabt und habe seine Vor- und Nachteile kennengelernt. Aus diesem Grund möchte ich euch gerne meine Erfahrungen etwas näher schildern.
In den vergangenen Monaten habe ich auf diesem Grill diverse Leckereien zubereitet, von Pizza über Pulled Pork bis hin zu saftigen Steaks. Seinen Ruf als Allrounder wird der Monolith in jedem Fall gerecht. Egal ob im Winter oder Sommer, bei Sonne oder Regen, das „Ei“ läuft wie ein Uhrwerk.
Beim Kauf der Holzkohle lohnt es sich darauf zu achten, dass ihr nicht nur kleine Stücke habt. Durch die Feuer-Box mit ihren einzelnen Löchern, können kleinere Stücke die Luftzufuhr von unten verstopfen. So kommt der Grill nur sehr schwer auf Temperatur.

Monolith Junior Feuer-Box

Die Feuer-Box erzielt übrigens einen ähnlichen Effekt wie ein Anzündkamin, allerdings wird in diesem Fall der Anzünder direkt auf die Kohle gelegt. Alternativ nutze ich gerne den Looftlighter, so ist der Grill noch schneller einsatzbereit.
Besonders erwähnenswert ist der sehr niedrige Verbrauch, so reicht ein Sack Holzkohle (3kg) locker für eine ausgiebige Runde Pulled Pork. Die Herstellerangabe von 24 Stunden bei Temperaturen um die 100 Grad sind dabei definitiv nicht übertrieben. Wenn ihr die beiden Luftventile schließt, erlischt der Grill in kürzester Zeit und die Holzkohle kann erneut beim nächsten Mal genutzt werden.

Einregeln

Das sogenannte einregeln für „Long Jobs“ funktioniert einwandfrei, die beiden Luftventile werden nur ganz leicht geöffnet und nach ca. 30-45 Minuten hat sich der Grill auf die gewünschte Temperatur eingependelt. Die für Pizza oder Steaks benötigte hohe Hitze erreicht der Grill in der Regel nach ca. 20-30 Minuten, wenn alle Ventile geöffnet sind.

Monolith Junior Schornstein

Wer einen CyberQ von BBQ Guru einsetzt und das einregeln der Technik überlassen möchte, sollte nicht genau die gewünschte Temperatur einstellen. In der Praxis habe ich festgestellt, dass die eingestellte Temperatur fast immer um bis zu 20 Grad übertroffen wurde. Danach hat es dann „Dank“ der Keramikhülle eine ganze Weile gedauert bis der Grill die eigentlich gewünschte Temperatur im Innenraum hatte.

Grillfläche

Der Junior ist mit ca. 33cm Durchmesser sicherlich nicht der größte Grill, reicht aber dennoch für einen Haushalt mit 2-4 Personen aus. Natürlich ist es immer auch abhängig davon, was ihr auf dem Grill zubereiten wollt. Ein 3kg Schweinenacken findet ohne Probleme Platz auf dem Rost.
Mit Hilfe der Grillrost-Erhöhung habt ihr übrigens noch mal etwas mehr Platz auf dem Monolith Junior. Für mich bei dem kleinen ein unverzichtbares Zubehörteil.

Monolith Junior Rost-Erhöhung

Reinigung

Die Reinigung ist denkbar einfach, dadurch dass die Kohle nahezu komplett verbrennt bleibt nur Asche übrig. Feuer-Ring und Feuer-Box lassen sich ganz einfach entnehmen und mit einem Staubsauger kann dann die Asche entfernt werden.
Alternativ gibt es als Zubehör noch einen Aschehaken mit dem über die untere Luftzufuhr die Asche entfernt werden kann. Mir persönlich ist der Staubsauger da lieber, das geht schnell und einfach.

Garantie

Nach einiger Zeit musste ich leider feststellen, dass die Feuer-Box einen Riss abbekommen hatte. Der Service von Monolith hat in diesem Fall sehr schnell und unkompliziert reagiert und mir eine neue Feuer-Box zugeschickt.
Grundsätzlich gibt es 10 Jahre Garantie auf alle Keramik-Komponenten und auf alle restlichen Teile 2 Jahre Garantie.

Vor- und Nachteile

Neben vielen positiven Eigenschaften, möchte ich euch die negativen Seiten natürlich nicht vorenthalten. Sofern ich hier überhaupt von Negativ sprechen kann, da diese beiden Dinge bei den aktuellen Modellen schon behoben wurden.
Es handelt sich bei meinem Junior noch um einen Grill vor Baujahr 2016, bei dieser Serie ist das „Chip Feeder System“ über eine Art „Stopfen“ gelöst. Dieser Stopfen lässt sich komplett rausnehmen, der Nachteil ist dabei, dass dieser nicht zu 100% schließt. Bei den Modellen ab 2016 handelt es sich um eine doppelwandige Klappe, die meines Wissens besser abschließt.

Chip Feeder System von Monolith

Der letzte Punkt ist der fehlende Kohlekorb, dieser ist mittlerweile Standard und zusätzlich als Zubehör für die älteren Modelle erhältlich. Der Vorteil ist die einfachere Reinigung und die Öffnungen für die Zuluft werden nicht so schnell verstopft. Wie gesagt, mittlerweile als Zubehör erhältlich und daher nur ein halber Kritikpunkt.
Wer sich also ernsthaft mit dem Kauf beschäftigt und nicht viel Grillfläche benötigt, der ist mit dem Junior sehr gut aufgehoben. Sicherlich ist der Preis nicht ohne, aber ihr bekommt einen wirklich hochwertigen Grill für das Geld.
Vorteile
  • Schnell Einsatzbereit
  • Qualitativ hochwertig
  • Sparsam
  • Allrounder
Nachteile
  • Relativ hoher Preis
  • Grillfläche
  • Chip Feeder System (vor Baujahr 2016)

Fazit

Mein Resümee fällt durchweg positiv aus, keramisch grillen macht wirklich Spaß. Der Monolith Junior ist dabei für mich definitiv der perfekte Einstieg gewesen und ich bereue keine Sekunde mit ihm. 🙂
Mittlerweile muss ich allerdings zugeben, dass die Grillfläche mir zu klein geworden ist. Das liegt mitunter auch daran, dass ich viel zu gerne mit dem „Ei“ grille. In Zukunft wird sich da also noch was ändern, mal schauen welcher Hersteller es dann sein wird.

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